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SEO Trends 2011

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Diesmal spekuliere ich für euch über die Trends der Suchmaschinenoptimierung für 2011. Chancen, wichtige Veränderungen und Risiken im SEO Bereich werden hier mit dem Blick durch die Glaskugel genauer beleuchtet.

Ban, Penalties und Strafen

Verhängt Google eine Strafe auf eine Domain für unlegitime SEO-Machenschaften verschwindet die komplette Domain aus dem Suchindex. Eine Suchanfrage unter

site:www.domain.de

liefert dann lediglich eine eine saloppe Meldung wie: "Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage - site:domain.de - übereinstimmenden Dokumente gefunden."

Google Ban und PenaltieEin Desaster für Seitenbetreiber, denn somit ist man quasi seiner Existenz bestohlen worden. Das Projekt ist im SEO-Jargon "verbrannt" und kann getrost eingestampft werden. Nicht nur, weil man damit nicht gefunden - und somit nicht mehr konkurrenzfähig ist, sondern auch, da der User von heute die Browser-Adresszeile nicht mehr zu kennen scheint. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Type-In-Traffic. Der User gibt seinen Seitenwunsch grundsätzlich in das "Suchfeld" des Browsers ein und klickt anschließend auf den ersten Eintrag in der Suchergebnissliste. Die naheliegende Lösung bei einem Blacklist Penaltie war bisher der Umzug auf eine neue Domain.

Inzwischen geht google dazu über, nicht die kompletten Domains zu bannen sondern bestraft einzelne Unterseiten. Die Seiten verschwinden auch nicht mehr komplett aus den Suchergebnissen sondern rutschen um 30 Positionen nach hinten im Index. Linkaufbau durch Gästebuchspam, Doorway Pages oder JavaScript Redirects können Gründe für solche Penalties sein. Die Meinungen gehen hier stark auseinander, aber Experten sprechen auch von 10, 60 und 950 Penalties.

Hiermit ist es dem spammenden Webmaster nicht mehr so einfach möglich die Bestrafung als solche zu erkennen. Die Seite ist eben nur auf Position 45, also optimiert man weiter und weiter... ohne irgendwelche Erfolge verzeichnen zu können.

2011 sollen diese Penalties noch differenzierter eingesetzt werden. Der Trend geht also weiter auf Penalties von Unterseiten oder sogar das Sperren einzelner Keywords. Somit kann eine Seite ein durchaus gutes Ranking haben, allerdings für bestimmte Suchbegriffe einfach nicht mehr im Index erscheinen. Da hier von Seiten Googles immer nur auf deren "Richtlinien" verwiesen wird steht man oft wie der "Ochs vorm Berg" und muß den Grund für die Bestrafung selbst herausfinden. In Zukunft sollen dem Seitenbetreiber über die Google Webmaster Tools weitere Informationen zu den Problemlagen einer Website an die Hand gegeben werden.

Keyword Domains, Exired Domains, Parked Domains

Es ist allgemein bekannt, dass Keyword-Domains (www.keyword.xx) sehr gut ranken. Oftmals befindet sich auf solchen Domains allerdings schlechter Content und diese Seiten sind in Besitz von Affiliates und mit Werbung überschwemmt. Auf kurz oder lang wird der Trend weg von Keyword Domains gehen, da die Qualitätstester von Google solche Sites nach einem Besuch zunehmend schlechter bewerten.

Zudem werden bei einem Besitzerwechsel alle Ranking-Bewertungen wieder auf Null gesetzt. Dies hat Auswirkung auf den Kauf von Keyword-, Expired- und geparkten Domains. Alte Domains die gut Ranken sind beim Kauf und anschließenden Besitzerwechsel dann genau soviel wert wie komplett neu registrierte Domains.

Payed Links

Linkkauf funktioniert, noch! Eine Frage der Zeit bis dieses Investment nach hinten losgehen kann. Bereits jetzt gibts es für den Google-Chrome Browser einen "Spamreport" PlugIn mit dem ein Nutzer unter anderem "Cloaking" oder "Bezahlte Links" melden können. Webprojekte, deren Bekanntheit größtenteils auf gekauften Backlinks basieren sollten sich daher auf dramatisch sinkende Besucherzahlen vorbereiten.

Ob der Linktext den Titel der Website trägt oder als Linktext das wertvolle Keyword genutzt wird hat großen Einfluss auf den Wert des Backlinks. Allerdings sollte man auch hier Vorsicht walten lassen. Google weiß durch ihr AdWords-Programm ganz genau wieviel einzelne Keywords wert sind. Im Jahr 2010 hat Google über 400 neue SuchFilter eingeführt. In Kombination mit den Nutzerbewertungen, dem Wissen aus AdWords, SpamMeldungen und den Suchfiltern werden solche Keyword-Links in Zukunft genauer erkannt. Es empfiehlt sich maximal 10 Prozent der eingehenden Links mit Keyword-Links zu belegen um nicht Gefahr zu laufen als Linkspammer mit einer Strafe belegt zu werden.

Google Instant Preview

Das neueste Feature bei Google ist die neue Preview Funktion in der Suchergebnissliste. Fährt man mit dem Mauszeiger über ein Suchergebniss erscheint ein kleiner Vorschau-Screenshot der Website. Dies kann sich auf die Click-Through-Rate auswirken, da damit das Vertrauen in die Website durch den Nutzer unmittelbar gesteigert wird.

Google Instant Preview

Bei Flash-Inhalten wird lediglich ein Puzzleteil dargestellt. Nutzer werden wahrscheinlich eher nicht auf solche Suchergebnisse klicken. Diese Klickraten werden von Google registriert und auch hierdurch ist ein fallen nach unten im Ranking die Folge. Google arbeitet momentan an einer Lösung solche rich-content Websites als statisches Vorschaubild anzuzeigen. Möchte man das Google Preview für seine Website deaktivieren nutzt man folgendes Metatag:

<meta name="googlebot" content="nosnippet">

Weitere Informationen zum Google Instant Preview hier:

Google Instant Preview FAQ

Interessant in diesen Zusammenhang ist auch das Metatag "image_src" welches bei Facebook-Links genutzt wird um Preview-Screenshots auf einer Website festzulegen.

Google Places

Google Local Places ResultsWer mit seiner Unternehmung noch nicht bei Places eingetragen ist sollte dies jetzt sofort tun. Lesen Sie nicht weiter, legen Sie ihr Places Konto an, tragen Sie die Adresse Ihrer Unternehmung ein und führen Sie das Verifizierungsverfahren durch (via SMS oder Brief). Anschließend sorgen Sie dafür, dass Ihre Unternehmung positiv Bewertet wird.

Möchten Sie etwas an dem Ranking im Places Bereich Optimieren lesen Sie unseren SEO Google Local Places Artikel! Es kostet nichts!

In Amerika werden bereits die ersten Places Unternehmeradressen von Spammern entführt um unter den eigentlich korrekten Unternehmeradressen eigene Links zu platzieren. Sichern Sie sich also schnellstmöglich ihren Places Eintrag, falls noch nicht geschehen.

Suche hat zwei Namen

Nachdem sich Bing und Yahoo! zu einer Kooperation in Sachen Suchmaschine zusammengeschlossen haben gibt es nurnoch zwei große Suchmaschinenanbieter. Trotz des Löwenanteils von 68% durch Google sollte man in Zukunft durchaus auch Optimierungen speziell für Bing vornehmen. Auch der Ruf nach Konkurrenz und offenem Markt wird hier immer größer, auch im Bezug zu dem Penaltie-Thema wünschen sich einige Websitebetreiber, dass ihre Nutzer auch mal auf andere Suchmaschinen ausweichen würden.

Facebook sammelt mit ihren "Likes" inzwischen auch sehr wertvolle Informationen über den Wert verschiedener Websites im Internet. Individualisierte Suchen werden immer populärer und der Bedarf steigt. Es liegt nahe, das die geklickten "Likes" von Freunden in Zukunft einen hohen Einfluss auf die Suchergebnisse und deren Ranking und Darstellung haben werden. Welcher Suchmaschinenanbieter die Facebook-Social-Graphen mit einfliessen lassen wird ist jetzt noch offen, allerdings ist es nur eine Frage der Zeit bis dies direkte Auswirkungen auf Suchergebnisse haben wird. Ebenso könnten Suchergebnisse in Facebook durch Suchmaschinenergebnisse von Bing angereichert werden, was die Marktanteile über Nacht explodieren lassen würde.

Inzwischen hat Google im Februar 2011 ihr Social Media Update veröffentlicht. Mehr hierzu im folgenden Beitrag:

>> Google Social Media Update 2011

 

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